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08.05.2017, 21:55 Uhr | Marcus Pfalzer
Vom Spital zum Schülerwohnheim

Der Blick in die Geschichte zeigt: Die einzige Konstante im Leben ist die Veränderung. Das altehrwürdige Gebäude in der Spitalgasse 48 ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Zunächst als Spital in den Jahren 1574 bis 1578 erbaut, wechselte in den folgenden Jahrhunderten immer wieder die Nutzung. Trotz der Veränderungen hat es aber nie seine Ansehnlichkeit verloren und blieb Zeuge einer vergangenen Blütezeit Rothenburgs.

Ab kommenden Herbst wird das Gebäude als Schülerwohnheim für 48 Berufsschülerinnen und Berufsschüler zur Verfügung stehen und dafür entsprechend instandgesetzt. Dies nahm der CSU-Ortsverband zum Anlass, um einmal einen Blick in das alte Gemäuer zu werfen, gerade noch während der Umbauphase, um auch bauzeitliche Aspekte zu erkunden. Der Einladung von CSU-Ortsvorsitzenden Silke Sagmeister-Eberlein sind etwa 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger gefolgt, die sich in der 90minütigen Führung, unter Leitung vom stellvertretenden Stadtbaumeister Herrn Werner Endreß, auf eine Zeitreise begaben.

Anhand von vielzähligen Beispielen konnte aufgezeigt werden, welche Veränderungen das Gebäude im Laufe der Zeit erfahren hat und dass der ein oder andere Eingriff aus heutiger Sicht am Einverständnis des Denkmalschutzes scheitern würde. Herr Endreß erklärte sehr ausführlich und anschaulich, welche bauzeitlichen Besonderheiten vorliegen und ging auch auf die neue Farbgebung der Fassade ein. Tatsächlich entstammt der Grauton einem Befund, welcher den baulichen Maßnahmen vorausgegangen ist und den ursprünglichen Zustand wiedergibt.

Die Führung selbst veranlasste die Teilnehmerinnen und Teilnehmer immer wieder zu Erzählungen aus der Vergangenheit, welche die persönlichen Erinnerungen zu dem Baudenkmal aufleben ließen. So berichtete Frau Reingruber, dass der CSU-Ortsverband immer wieder Küchendienste übernahm als das Gebäude noch als Altersheim genutzt wurde.

Die CSU Rothenburg ist dankbar und stolz, dass diesem markanten Gebäude innerhalb der Stadtmauer eine neue Widmung zuteil wird, die den Bildungsstandort unserer Stadt stärkt. Die Investition von über 5 Millionen Euro wird von der Hospitalstiftung getragen und ist über den Landkreis als Mieter des Anwesens sowie Träger des Schülerwohnheimes refinanziert. Der Mut zur Veränderung und der Wille Altes zu bewahren, sind der Beweis für eine gelungene Stadtentwicklung.

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