Der Ortsverband
Der CSU-Ortsverband Rothenburg ob der Tauber wurde am 7. Januar 1946 im Gasthof "Marktplatz" bei Willibald Braun aus der Taufe gehoben. Die Gründungsversammlung erfolgte auf Initiative des katholischen Stadtpfarrers und Dekans Wolfgang Müller mit Unterstützung des evangelischen Dekans Jelden, sie wurde geleitet von Hans Centmayer, den die Versammlung dann auch zum ersten CSU-Vorsitzenden in der Geschichte des Ortsverbandes wählte. 

Bereits im Juni 1945 hatten sich der spätere CSU-Landesvorsitzende Dr. Joseph Müller (genannt "Ochsensepp") mit Adam Steigerwald, einem ehemals einflussreichen Politiker des Zentrums und Gewerkschaftsführer in der Weimarer Zeit, im Haus seines Bruders, dem katholischen Stadtpfarrer und Dekan Wolfgang Müller, getroffen. Es ging dabei darum, die Grundlage für eine Partei zu finden, in der sowohl Protestanten als auch Katholiken eine politische Heimat finden könnten. 

Rothenburg ob der Tauber ist somit für die Gründung der CSU in Bayern ein geschichtsträchtiger Ort, ja man kann mit Fug und Recht behaupten, dass die Idee für die beide Konfessionen umspannende Volkspartei in Rothenburg ob der Tauber geboren wurde. 

Dr. Müller gründete dann im Herbst 1945 einen vorbereitenden Ausschuss zur Gründung der Christlich-Sozialen-Union in Bayern, der ein Programm erarbeitete. Am 8. Januar 1946, also einen Tag nach der Gründung des CSU-Ortsverbandes Rothenburg ob der Tauber, erteilte die Amerikanische Militärregierung die Lizenz zur Gründung der CSU als Volkspartei in Bayern.
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